Michael Raißle, Geschäftsführer der Stuttgarter Internetagentur News Navigators
Michael Raißle, Geschäftsführer der Stuttgarter Internetagentur News Navigators

Auf der guten Seite

Wenn ich Werkstätten richtig langweilen möchte, sage ich ihnen das, was sie seit Jahren von allen möglichen Seiten hören: Die Website ist die Visitenkarte des Betriebes im Internet. Bis vor einiger Zeit habe auch ich das tagtäglich ernsthaft und ernstgemeint gesagt. Heute weiß ich: Das ist Unsinn. Ein Satz mit einem so langen Bart, dass man Angst haben muss, drüber zu stolpern. Die Website ist nicht die Visitenkarte eines Betriebes im Internet. Die Website ist der Betrieb im Internet. Sie gehört genauso zur Werkstatt wie der zuverlässige Mechaniker, die funktionierende Hebebühne und das freundliche „Hallo!“ zur Begrüßung. Worauf würden Sie verzichten?

Hier ein paar – zugegeben, etwas zugespitzt formulierte – Website-Theorien:

  • Wer gar keine Website hat, kennt sich auch mit modernen Fahrzeugen nicht aus.
  • Wer eine veraltete Website hat, setzt auch auf veraltete Werkstatttechnik.
  • Wer eine schlampig programmierte Website hat, arbeitet auch im Betrieb schlampig.
  • Wer eine Website mit schlechtem Design hat, legt auch im Arbeitsalltag keinen Wert auf große Sorgfalt.
  • Wer nur seine Adresse auf der Website hat, tut auch in der Werkstatt nur das, was er muss.

Ich höre schon so manchen Leser sagen: „Moment mal, unser Betrieb hat zwar keine Website, aber…“ oder „Wir haben zwar auch nur unsere Adresse auf der Website, aber…“ Mir gegenüber kann sich jeder einfach rechtfertigen. Eine E-Mail oder ein kurzer Anruf reicht. Aber wie rechtfertigt die Werkstatt sich gegenüber einem potenziellen Kunden, der erfolglos eine Website gesucht hat? Oder gegenüber der Kundin, die die Website gesehen und die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen hat? Oder gar gegenüber dem pfiffigen Mechaniker, der einen neuen Arbeitgeber sucht und sich beim Anblick der Website denkt „Da will ich ganz sicher nicht hin!“?

Leider denken noch immer sehr viele: Eine Website ist so etwas wie ein Gelbe-Seiten-Eintrag im Internet. Das Gegenteil ist der Fall: Immer mehr Kunden erwarten den ersten Werkstattservice heute schon im Internet. Zum Beispiel die Möglichkeit zur Terminbuchung per Klick. Klassisches Werkstattgeschäft verlagert sich also ins Internet. Gleichzeitig wächst eine Generation heran, die gelernt hat: Was man im Internet von sich zeigt, ist nicht ein Abbild der eigenen Identität – es ist ein Teil davon. Der angestellte Mechaniker will auch seinen Freunden und seiner Familie stolz zeigen können: „Schau mal, da arbeite ich.“ Modern, freundlich, zuverlässig – so will jede Werkstatt im echten Leben auftreten. Und genauso sollte sie deshalb auch im Internet auftreten.

Mehr Informationen zu unseren Website-Paketen für ATR-Konzeptwerkstätten finden Sie in den PDFs weiter unten.