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50 Jahre ATR: von einer Kataloggemeinschaft zum Global Player

Die Auto-Teile-Ring GmbH feiert im Juni 2017 50. Firmenjubiläum. Mittlerweile ist sie die älteste und größte Handelskooperation für Kfz-Ersatzteile weltweit.

50 Jahre ATR: Roland Dilmetz (sechster von rechts), Geschäftsführer der ATR mit seinem Team, sieht die ATR gut aufgestellt für die künftigen Herausforderungen. (Bild: ATR)

Stuttgart, Mai 2017 – Das Jahr 2017 markiert für die Handelskooperation ATR einen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte. Denn im Juni 2017 feiert sie nicht nur ihr 50-jähriges Bestehen – damit ist sie die älteste Handelskooperation in ihrer Branche weltweit –, sondern auch die Präsenz auf allen Kontinenten: Seit Anfang des Jahres ist die ATR mit den neuen Gesellschaftern GPC Asia Pacific in Australien und Neuseeland sowie in Asien mit BSB Junrose auf den Philippinen, EAT Euro America Trading in Südkorea und GOLDENLINK AUTO in Singapur rund um den Globus vertreten.


Mit heute 34 Gesellschaftern und 251 Handelsunternehmen in 60 Ländern sowie einem Handelsumsatz der ATR-Mitglieder von über 20 Milliarden Euro, hat die ATR ein halbes Jahrhundert rasante Entwicklung hinter sich und eine ebenso erfolgreiche Zukunft vor sich. Die Weichen dafür sind gestellt.

Gründungen

Schon in den 1950er Jahren bestand auf dem Ersatzteilmarkt in Deutschland eine Kataloggemeinschaft zwischen einigen Großhändlern. Federführend dabei waren die Firmen Matthies in Hamburg und STAHLGRUBER aus München, die noch heute Gesellschafter der ATR sind. Mitte der 1960er Jahre drängten die Ölkonzerne Esso und BP mit Autozubehörshops an den Tankstellen in den Markt und sorgten so für erheblichen Wettbewerb zu den etablierten Unternehmen auf dem Ersatzteilmarkt. Daher entschlossen sich die Unternehmen, die eigenen Umsätze auf dem Beschaffungsmarkt für Autoteile, Autozubehör und Werkstattausrüstung durch die Gründung einer Einkaufsgenossenschaft zu bündeln, um damit ihre Marktposition zu stärken: 1967 war die Geburtsstunde der Auto-Teile-Ring GmbH, kurz ATR.

Gründungsmitglieder waren die Großhändler Auto-Steiger in Stuttgart, Matthies in Hamburg, Merkur in Wuppertal und Wessels in Osnabrück. Kurze Zeit später trat auch STAHLGRUBER aus München bei.

Wachstum

Die ATR entwickelte sich in den 1970er und 1980er Jahren zu einer bedeutenden Handelskooperation. Auf dem Weg dahin verfolgten die ATR-Partner immer die Philosophie, den Kunden ein Vollsortiment mit Original-Markenteilen einschließlich Werkstattausrüstung zu bieten und das Netz der Verkaufshäuser auszubauen. Mit Einführung der Eigenmarke Cartechnic 1995 konnten qualitativ hochwertige Produkte auch als preisgünstige Alternativen angeboten werden. Anfang der 90er Jahre unternahm die ATR auch erste Schritte in Richtung Internationalisierung und nahm Partner aus Frankreich und Spanien auf. So entstand die Vision von gleichberechtigten internationalen Gesellschaftern, die 1999 mit der Gründung (bereits mit zehn Mitgliedern aus acht Ländern) der ATR International AG Wirklichkeit wurde. Die ATR International AG ist eine Aktiengesellschaft, die nicht an der Börse notiert ist. Die gleichberechtigten Großhändler sind die Gesellschafter der ATR.

Werkstattkonzepte national/international

Die ATR-Gemeinschaft war Vorreiter bei bedeutenden Entwicklungen der Branche wie dem elektronischen Teile-Informationssystem oder dem Widerstand gegen den Geschmacksmusterschutz. Durch den Strukturwandel im deutschen Ersatzteil- und Reparaturmarkt der 1990er Jahre hat man den Fokus auch auf Marketing und Vertrieb gelegt: so wurde 1997 das Werkstattkonzept Meisterhaft geboren. Die Konzepte autoPARTNER und AC AUTO CHECK folgten 2000 und 2001. Heute gibt es unter dem Dach der 2008 gegründeten ATR SERVICE GmbH mehr als 1.500 professionelle, kompetente und wettbewerbsfähige Konzeptbetriebe. Zudem gibt es seit 2005 das internationale Werkstattkonzept ACC AUTO CHECK CENTER, mit mittlerweile mehr als 270 Betrieben in Rumänien, Ungarn, Griechen- land, Tschechien, Kroatien, Portugal und in der Türkei.

Internationalisierung

Bereits fünf Jahre nach der Gründung der ATR International AG, also 2004, umfasste das Netzwerk 20 europäische Handelsunternehmen aus 18 Ländern (Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Island, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Schweden, Schweiz, Spanien, Tschechien, Türkei, Slowakei, Ukraine und Ungarn). Einen weiteren wichtigen Schritt zum Ausbau der Marktposition tat die internationale Handelskooperation mit der Entwicklung des IPAS-Konzeptes. IPAS steht für International Preferred ATR Supplier. Mit diesem Konzept baute die ATR von 2005 an ein einheitliches Lieferantenportfolio für die umsatzstärksten Produktgruppen auf und festigte damit die Zusammenarbeit zwischen den Teilehändlern und den Industrielieferanten. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Schon 2006 hatte die ATR 28 Gesellschafter mit Betrieben und Niederlassungen in 35 Ländern Europas. Und insbesondere die Umsätze mit den IPAS-Lieferanten wuchsen überdurchschnittlich.

Die ATR International AG entwickelte sich in den Folgejahren rasant: 2007 kam mit IMC das erste Mitglied in Übersee dazu, 2009 mit Aaron Montecchio der erste Gesellschafter im Nahen Osten, 2011 öffneten weitere Gesellschafter die Märkte in Zentral- und Südafrika sowie in Südamerika. Es folgten Zentralasien, Kanada, Nordafrika, Australien und Südostasien. Trotz ihrer Größe ist die ATR nach wie vor eine Gemeinschaft starker und gleichberechtigter Partner. So ist sie in der Lage, die Wettbewerbsposition aller Beteiligten durch gezielte Einkaufs- und Marketingstrategien zu festigen und auszubauen. Das Ziel, in Europa Marktführer und auf allen Kontinenten vertreten zu sein, hat sie erreicht. Nun geht es darum, den Ausbau der Dienstleistungen weiter voran zu treiben und die ATR-Partner weltweit im Wettbewerb zu stärken. Roland Dilmetz, Geschäftsführer der Auto-Teile-Ring GmbH und Vorstand der ATR International AG: „Sokrates hat angeblich gesagt: ‚Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.‘ Deshalb wird sich die ATR auch in Zukunft ständig neue Ziele setzen, sich weiterentwickeln und sich den Herausforderungen der Branche stellen.“